Pforzheim zur Zeit Reuchlin’s. Ängste und Auswege Bilder aus Umbruchszeiten in Pforzheim Band 2

15,00 

328-seitiges Buch mit stadtgeschichtlichen Beiträgen und zahlreichen SW-Abbildungen

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Artikelnummer: 3-89735-294-X Kategorie:

Beschreibung

Pforzheim zur Zeit Reuchlin’s
Beiträge zur Stadtgeschichte

Ängste und Auswege

Bilder aus Umbruchszeiten in Pforzheim Band 2

von der Löblichen Singergesellschaft von 1501 Pforzheim

Details

Herausgeber: Löbliche Singergesellschaft von 1501 Pforzheim

Chefredaktion: Claus Kuge

Inhalt

328 Seiten mit 151 SW-Abbildungen

Von der Fürstenhochzeit bis zum Tod Reuchlins – über 100 bewegte Jahre stand die kleine badische Residenzstadt Pforzheim im 16. Jahrhundert mit im Fokus der südwestdeutschen Geschichte.

Die damaligen Ereignisse macht der großzügig bebilderte Band II (von Band I als Buch völlig eigenständig), den die „Löbliche“ anlässlich des 550. Geburtsjahres von Johannes Reuchlin herausgibt, sichtbar.
Mit einer einmaligen Chronik der Ereignisse in Pforzheim, mit Betrachtungen und Analysen zu Johannes Reuchlin und dem südwestdeutschen Humanismus und weiteren 17 populär-geschichtlichen und wissenschaftlichen Beiträgen zu Stadtgeschichte, Landesgeschichte und wichtigen steinernen Zeugen in der Stadt Pforzheim.

Das redaktionell attraktive Geschichtsbild Pforzheims im 16. Jahrhundert macht den geistigen Aufbruch aus dem Mittelalter in eine neue Zeit sichtbar und hautnah erlebbar. Mit vielen neuen Fakten und wichtigen Erkenntnissen auf 328 Seiten.

Zum Buch

Um rund 100 Jahre bewegter Pforzheimer Stadtgeschichte (von der Fürstenhochzeit 1447 bis zur Verlegung der Residenz von Pforzheim nach Durlach im Jahr 1565) zu charakterisieren, zitieren wir die Worte eines zeitgenössischen französischen Arztes aus dem Jahr 1545, der damals voll Optimismus geschrieben hat:
“Die Weltumseglung, die Entdeckung des größten Kontinents der Erde, die Erfindung des Kompasses, die Verbreitung des Wissens durch die Druckpresse, dieRevolutionierung des Kriegshandwerks durch das Schießpulver, die Rettung antiker Handschriften, die Wiederbelebung der Forschung, all das legt Zeugnis ab vom Triumph unseres Neuen Zeitalters”

In dieser janusköpfigen Zeit des ausgehenden 15. Jahrhunderts und beginnenden 16. Jahrhunderts treffen wir in der kleinen markgräflichen Stadt Pforzheim die größten Widersprüche und die widersprüchlichsten Menschen an.

Hier begegnen sich große Welt und kleine Welt: Herzöge und Markgrafen, Bürger und Bauern, Bischöfe und Prediger, Gelehrte und Lateinschüler. In Pforzheim prallen die Unaufgeklärtheit aus mittelalterlicher Scholastik, Religion, Mystik undJudenverfolgung auf die Aufgeklärtheit der Naturwissenschaften und Medizin, des Humanismus, der Reformation und ihres Rechtsempfindens.

Reichsobrigkeit, Inquisition und Hexenaberglaube stehen jetzt in unerbittlicher und tödlicher Feindschaft zu den freiheitlichen Gedanken und selbstbewußten Handlungen der bürgerlichen Individuen und Persönlichkeiten mit ihren humanistischen und reformatorischen Ideen. Jahre des Hungers, der Pest und der Bauernkriege wechseln mit Jahren des bürgerlichen Wohlstands, der fröhlichen Feste und des Aufblühens als markgräfliche Residenz.
Handfeste Politik wird von Pforzheim aus gemacht, Toleranz und Intoleranz werden gleichermaßen in Entscheidungen spürbar, obwohl in der Markgrafschaft Baden-Durlach eher ein toleranteres politisches Klima erzeugt wurde als andern Orts.

Lateinschule, Stiftsherren, Bildung, Musik, Malerei und Druckerpressen setzen jetzt neue, fortschrittliche Akzente in die spätmittelalterlich geprägte Gesellschaft Pforzheims, in der bislang Mönche, Beginen und Zünfte das Sagen hatten und damit Alltag und öffentliche Meinung deutlich prägten. Es wird fleißig gebaut, die Stadt wächst und die alte Ordnung weicht einer Neuen.

Der Inhalt, die Beiträge:

  • 100 Jahre ereignisreiche Pforzheimer Stadtgeschichte 1447-1565
    Claus Kuge
  • Südwestdeutscher Humanismus und europäische Kulturgeschichte
    Dr. Günter Frank
  • Pforzheim um 1500: Reuchlin flüchtet vor der tödlichen Seuche
    Thomas Frei
  • Reuchlins Bedeutung im europäischen Humanismus
    Prof.Dr. Hans Rupprich
  • Henno – Die Wiedergeburt der antiken Komödie
    Olaf Schulze
  • Textfluß und Fehlerquell: Editionsphilologie am Beispiel Reuchlins
    Matthias Dall’Asta
  • Reuchlins Lebensgeschichte in Daten
    Dr. Hans-Peter Becht
  • Pforzheimer Stadtbilder um 1600 (Gadner, Merian)
    Dr. Stefan Pätzold
  • Beobachtungen zum staufischen Maßsystem in Pforzheim. Der Bau der Neustadt um 1200.
    Simon M. Haag
  • Neues zum Bogenfeld der Pforzheimer Altstadtkirche St. Martin
    Martin Kieß
  • Die Fürstenhochzeit von 1447 in Pforzheim
    Michael Kühler
  • 1501: Der Orden der Starkmüthigen. Die Löbliche Singergesellschaft entsteht in Pforzheim
    Olaf Schulze
  • Bruderschaften des spät.Mittelalters u. der frühen Neuzeit
    Prof.Dr.Franz J.Felten
  • Leonhard Kleber Meister des Orgelspiels im Pforzheim des 16. Jahrhunderts.
    Mathias Kohlmann
  • Liber Vagatorum: Auf den Spuren spätmittelalt. Kriminalität
    Martin Schüßler
  • 50 Jahre Reuchlinpreisträger der Stadt Pforzheim 1955 – 2005
    Dr. Christian Groh
  • Johannes Reuchlin in Pforzheims Stadtbild des 21. Jahrhunderts
    Eine Bildreportage von Ullrich Jungemann

ISBN: 3-89735-294-X